.......nun hat es doch unkompliziert geklappt:  Griechenland im Herbst

Nach einigen Wochen Zögern und Bangen, ob überhaupt eine Reise nach Griechenland über den Winter 2020/2021 möglich sei, hat es nun geklappt.

 

In Griechenland ist die Corona-Lage vernachlässigbar ( nur in großen Städten tritt überhaupt etwas auf) und das Land hat auch (zumindest z.Z.) eine sehr pragmatische, moderate Lösung getroffen.

Alle Einreisenden ( egal auf welchem Transportwege) müssen sich vorher online auf einer website registrieren mit Reiseziel und persönlichen Daten. In der Nacht der Einreise erhält man einen QR-Code, der beim Betreten des Landes kontrolliert wird. Er ist Bedingung !

Nun wird über ein ( uns unbekanntes) Zufallsprinzip evtl auf Corona getestet, erhält aber innerhalb 24 Std einen Bescheid, falls dieser positiv sein sollte. Man darf aber in jedem Fall zunächst zum Zielort weiterreisen.

Bei uns verlief die Einreise ohne Test und ohne nähere Kontrolle.

Aber hier zeigt sich, wer kein smart-Phone hat, muß wohl daheim bleiben. 

Die letzten Tage Mitte Oktober in Herrmannsdorf waren nass und kalt, eine Herausforderung für das Leben im WoMo.

Der letzte Besuch galt noch dem 6. Geburtstag meiner Enkelin Nienke.

 

Hurra, welch eine Freude für die Schulanfägerin.

Am nächsten frühen Morgen, Sonntag, dem 18.10.2020

ging die Reise mit Hans los. Mit dem WoMo über den Brenner, die Einreise nach Italien ohne Kontrolle und schnurrend auf der Autobahn ging es die 755 km bis Ancona zum Fährhafen durch. Die Temperaturen wurden immer verheißungsvoller. In Herrmannsdorf 5°C, am Brenner 2°C, leider ließen die Nebelwolken keinen Blick auf die schon verschneiten hohen Berge zu. Dann ging es im Sonnenschein nach Süden, in Südtirol 8°C, in Ancona fast „kurze Hosenwetter“ bei Sonne und ca 18°C.

Ein kurzer Stadtspaziergang mit einem Imbiss und Rotwein zum Abschied vom Festland, vor der Fähre mußten wir allerdings fast 3 Std warten und zuschauen wie hunderte LkW`s im Bauch des Fährschiffes verschwanden. Die Lasten sind unvorstellbar, die solch ein Schiff aufnimmt.

Kurz nach 19 Uhr, es war mittlerweile schon dunkel, setzte sich das Schiff in Bewegung, wir hatten nun fast 24 Std Zeit auf dem Schiff zu verbringen. Das Meer war ruhig, nur das Stampfen der Maschinen war zu vernehmen.

Am Montag war herrliches Wetter auf See und die Fahrt am Nachmittag entlang der albanischen und griechischen Küste war sehr schön.

Mit Verspätung, schon fast 19 Uhr Ortszeit, trafen wir in Patras ein. Nun ging es flotter als beim Einchecken, und dem QR-Code, unserem „Einreisevisum“, wurde nur sehr oberflächlich Aufmerksamkeit gewidmet.

Nun lagen noch ca. 220 km vor uns bis in den äußersten Südwesten des Peloponnes, auf relativ guten Straßen, aber keine Autobahn. Da heisst es im Dunkeln gut konzentrieren, auch die Ortsdurchfahrten mit knapp 70 kmh flutschten dahin.

Die letzten 20 km von Gialova bis Methoni waren wunderbar, die kannten wir ja zur Genüge und ich fühlte mich wie „nach Hause kommen“.

Methoni erreichten wir gegen halb 11 im Dunkeln, es war gerade totaler Stromausfall, nur zwei Tavernen am Stadtplatz hatten Notstromaggregate, so konnten wir zumindest noch einen Begrüßungswein genießen und unseren Freund vom letzten Winter begrüßen.

Am Strand von Methoni verbrachten wir eine schöne ruhige Nacht bei leisem Wellengeplätscher. 

Dienstag, 20.10.2020

Heute noch etwas bedeckt bei ca. 18°C, wir konnten mittags unser Appartement im Finikas Apartment-Haus beziehen. Obere Etage, sonniger Morgenbalkon, Blick zur Burg, wunderbar.

Die Ausstattung habe ich durch meinen eigenen Haushalt verbessert, das WoMo darf seinen Winter-Ruheplatz im Grundstück wieder frostfrei einnehmen, der Kühlschrank ist abgeschaltet.

 

Mittwoch 21.10. bis Freitag, 23.10.2020

Die sonnigen Tage mit Morgentemperaturen von 25°C auf dem Frühstücksbalkon haben wir dem Besuch mehrerer toller Strände der Umgebung gewidmet. Sand, Sonne, noch sehr angenehmes Badewasser von 23 - 24 °C. Türkisblaues klares Wasser an den Stränden von Gialova, Voidokilia und unserem Highlight, den beiden Marathi-Buchten. Südsee-Feeling. Dort allerdings waren wir überrascht, daß sich einige Deutsche 4-wheel-drive- Fahrzeuge den steinig-steilen Pfad bis zum Strand hinunter getraut hatten. Leider ist das keine Option für mein WoMo. Aber dafür wandern wir die halbe Stunde bis zum Strand gerne durch Olivenhaine.

 

Und was gibt es Schöneres, als am Abend in einer Taverne direkt am Strand zu speisen, so geschehen in Tsapi. Der kleine Campingplatz nebenan hat noch bis Ende Oktober geöffnet.

 

 

Samstag, 24.10.2020

Heute ist Markttag in Kalamata, die kurvenreiche einstündige Fahrt dahin ist allerdings für meinen Kreislauf immer eine Herausforderung.

Auf dem Markt herrscht reges Treiben, die Stände sind in größerem Abstand zueinander aufgebaut und angesichts der frischen vielfältigen Angebote sind wir nach reichlich einer Stunde mit schweren Rucksäcken und Taschen wieder zum Auto getrabt. Tomaten, Gurken (4 Stück 1 Euro), die ersten Orangen (1 kg noch relativ teuer für 1,60 €), Kartoffeln, grüne Bohnen, Karotten, Erdnüsse zum Selberrösten, fantastische Rosinen, Oregano, Käse. So frisch und preiswert bekommt man es in unseren Einkaufsmärkten der Umgebung nicht.

 

Am Spätnachmittag fanden wir uns mit Christa, Hein und Matthias in deren Garten zur Begrüßungsparty zusammen. Unser Herrmannsdorfer 5l- Bierfassl, Käse und frisches Weißbrot waren begehrt, die anderen steuerten ihre Schätze dazu bei und es wurde ein feucht-fröhlicher Abend, der in der neuen Wohnung von Christa und Hein ausklang. Haben die ein Glück mit der Wohnung, 3 Zimmer, Eßküche, wunderschön renoviert für 300 € bei Areti. so könnte ich mir eine Wohnung hier auch vorstellen, die kann man dann natürlich auch mal individuell schön einrichten.

Sonntag bis Dienstag, 27.10.2020 

Keine Änderung in den Tagesplänen: lange und gemütlich frühstücken, manchmal ist es auf dem sonnigen Balkon sogar zu heiss, zu einem der schönen Strände der Umgebung fahren, ein Stück wandern, am Strand in der Sonne aalen und im Wasser planschen und schwimmen. Abends kochen wir oder gehen in einer Taverne essen. Heute z.B. gab es im Modon am Stadtplatz eine Fischplatte für zwei, mit Kalamari, gegrillten Sardinen, Kabeljau, Octopus gekocht und Salat, als Vorspeise Tsatsiki mit knusprigem Brot.

 

Am Abend habe ich allerlei Krimskrams zusammengesucht, wieder in`s WoMo verladen, denn morgen geht die Reise nach Athen. Hans fliegt nach Deutschland zurück und ich möchte auf eine kleine Rundreise im Norden, auf dem Festland gehen.

 

Mittwoch, 28.10.20 

Wir rutschen auf der Autobahn ab Kalamata bis Athen durch, teuer sind nur die Mautstationen, zuzüglich des Diesel natürlich.

Auf einem flughafen-nahen bewachten Parkplatz stehen wir über Nacht, es kostet 6 €, zwar bissl nah im Kreisel der großen Straßen, aber sicher und gut, sogar mit Toilettenbenutzung.  Navi-Daten: N 37°54`38.34`` O 23°53`43.19``

Die Betreiber sind nett und ordern uns sogar einen Bringdienst für`s Abendbrot. 

 

Die Nacht ist etwas laut und unruhig, ich albträume von den steilen Haarnadelkurven auf der Halbinsel Pilion, die ich zwar gerne bereisen möchte, aber so langsam bissl Schiß habe vor den Bergstraßen ohne Seitenbegrenzungen, mit Blick in die Tiefe.

 

Donnerstag, 29.10.2020

 

Am frühen Morgen, ohne Frühstück bringe ich Hans um 7 Uhr zum Flughafen Athen, der ist nur ein paar Minuten entfernt. Abschied mit Bussi, Bussi.


Ich bin wieder alleine auf Reisen, da muß ich mich erst wieder eingewöhnen.

 

Meine Fahrt auf der Autobahn aus Athen Richtung Westen /Korinth führt bis Elefsina, von da geht es auf gut ausgebauter Landstraße nach Norden über Thiva, von da nach Westen nach Livadia. Nun knurrt mein Magen schon mächtig, erstmal Kaffee und Pause, es ist schon fast 10 Uhr.

 

Ich will heute nach Delfi, die weltberühmten Ausgrabungen anschauen. Die Gegend wird immer gebirgiger und wunderschön. Arahova, ein Touri-Ort kurz vor Delfi ist gefüllt mit Autos und Menschen auf Wanderurlaub in herrlicher Bergluft. Normal ist dies ein Wintersport-Mekka. Noch liegt aber kein Schnee, zum Glück.

 

An den Ausgrabungen von Delfi finde ich eine schöne Parkbucht, es ist Nachsaison. Keine Touristenbusse.

Zunächst besuche ich die Ausgrabungen des Heiligtums der Athene, die links unterhalb der Straße liegen.

 

Dann gehts in die kostenpflichtigen Teile der Anlagen, als Senior kostet es nur 6 € für mich, die Kassiererin meinte, ich wäre jünger. Danke. 

 

Am Berghang zieht sich ein großes Gelände mit unzähligen Tempeln, dem Amphi-Theater, dem größten Tempel des Apoll mit dem Omphalos, dem Nabel der Welt und ganz oben dem Stadion mit der Laufbahn entlang. Alle 4 Jahre fanden die sportlichen Spiele von Delfi statt.

Man muß gut zu Fuß sein, es geht im Sonnenschein immer bergauf, alles ist eingerahmt von einer berauschenden Bergkulisse.

Unglaublich, was hier ab dem 5. Jh vor Christi schon entstanden ist. Seit 1987 ist es Unesco Weltkulturerbe.

Tempel und Schatzhäuser der verschiedenen Stadtstaaten. Säulengänge aus Marmor, lebensgroße Figuren, in Stein gehauene figürliche Friese an den Gebäuden, alles kann man sich vorstellen, wie es einst war. Die größten Schätze und unzählige kleinere Ausgrabungs-Funde, zB Bronzefiguren von Menschen und Tieren, sind im angrenzenden Museum zu sehen.

Delfi gilt als das wichtigste Orakel des antiken Griechenland. Die Priesterin Pythia empfing hier in Trance die Weissagungen des Orakels und sagte somit den Herrschern der griechischen Welt die Zukunft voraus.

Lt der Sage hatte Zeus zwei Adler um die Erde aufeinander zu fliegen lassen, da wo sie sich trafen, nämlich in Delfi, war der Mittelpunkt der Erde. 

Sehr beeindruckt von Größe und Umfang der Funde marschierte ich zum WoMo zurück und füllte an einer Quelle meine leeren Flaschen und Kanister. Nach einem selbstgebrauten Kaffee ( wegen Corona gab es nichts im Gelände) war die Suche nach einem Platz für die Nacht vordringlich.

Wieder einmal wurde ich in der App park4night fündig, zwar über 20 km entfernt, aber verlockende Natur.

Also los und ich sollte es keinesfalls bereuen.

 

Zunächst zurück zum Bergort Arahova und von da eine Serpentinenstraße in`s Gebirge hinauf. Parnassos heißt dies und ich hätte echt was verpasst.

Punktgenau landete ich an einer kleinen Kapelle, 100 m oberhalb der Straße zum Skigebiet gelegen.

Umgeben von Bäumen, kaum einsehbar, gut eben und eine phantastische Ruhe.

Hier richtete ich mich „häuslich“ ein auf 1.300 m Höhe! Richtig frisch wurde es nachts, unter 10°C.

Die Koordinaten: N 38°33`12.89`` O 22°31`41.62``

 

Freitag, 30.10. bis Sonntag, 01.11.2020

 

Wenn ich schon mal so ungeplant in den Bergen bin: hier wird gewandert.

 

Als erstes zum Skigebiet Parnassos. In Ermangelung von Wanderwegen bin ich die Straße hinauf gewandert. Dies hatte ich allerdings unterschätzt, es wurden 2,5 Std straffes Marschieren, zwar umgeben von herrlich gesundem Tannenwald, aber etwas ätzend ist der Asphaltmarsch doch. Immer wieder Parkbuchten mit der Aufforderung, die Schneeketten aufzuziehen. Hier muß viel los sein im Winter.

Fast oben fand ich einen abzweigenden Weg, na den muß ich jetzt mal erkunden. Er endete in einem steilen Hang, mit vielen Steinen gespickt, aber nun war ich schon mal da, also raufgekraxelt.

Oben kam ich schwer atmend an und hatte den riesigen Parkplatz mit einem Sessellift steil unter mir. Ich war jetzt auf 1.800 m, im Umkreis waren die Berge noch höher. Und weitere Liftanlagen zu sehen. Nach einer Brotzeit ohne Brot ( ich war nicht zum Einkauf gekommen), gings an den Abstieg. Es war eine Illusion, daß ich nun abwärts schneller wäre. Wirklich 2 Std brauchte ich, es müssen also gut 8 - 9 km gewesen sein- eine Strecke!

Trotzdem, wunderschön war`s.  Mein Abendbrothunger war enorm. 

Am Samstag wollte ich eine Höhle erkunden. Nur - ich hatte die Beschreibung der Anfahrt falsch gedeutet. Aber ein braunes, griechisch beschriftetes Schild wies in eine Seiten“straße“ hinein.

Mal gucken!

Sehr hoppelig, steinig und eng, da parkte ich lieber gleich nach dem Abzweig und marschierte los.

Nach fast einer Stunde wieder ein Wegweiser, diesmal mit lateinischen Buchstaben, „Eptastomos“, das fand ich nun auch im Internet: auch eine Höhle, mit 7 Eingängen und im Innern soll der südlichste Gletscher sein. D.h. Schnee ganzjährig, aber unterirdisch. Spannend!

 Zuletzt zweigte ein Pfad in den steilen Wald ab, dürftig mit Zaun „gesichert“ und nun erwartete ich die Höhle.

Drei junge Männer wiesen mir den „Weg“ nach unten. Ich begann etwas waghalsig hinab zu klettern, konnte mich gut an Felsen abhängen.

Aber nach wenigen Metern war es aus. Eine glitschig steile Spur ohne Haltemöglichkeiten, quer liegende Bäume und eine nicht einsehbare Tiefe. Na, hier gehts nicht weiter.

Ich versuchte ein paar Fotos zu erhaschen, aber außer einem runden schwarzen Loch und klaffenden Felsen im Wald war nichts zu sehen. Also zurück, die Männer hatten sich schon rufend verabschiedet, ich wäre jetzt ALLEIN.

Kein Problem, dachte ich, das bin ich ja oft.

Aber da muß es doch noch eine andere Möglichkeit geben, in den Höhlenschlund zu gucken. Ein Pfad führte etwas außen herum und immer wenn ich mir was vorgenommen (oder eingebildet) habe, bleibt die Vorsicht etwas auf der Strecke. Ich krabbelte einen glitschigen fußbreiten Pfad entlang, unter einem Strauch hindurch... und mußte dann auch feststellen, daß es nicht weiterging und ich nicht viel mehr sah.

Mist, aber nun brauchte es noch Mut, zurückzukraxeln.

Naja, ich bin nicht in die Höhle reingestürzt ( da hätte mich auch keiner retten können), machte mich auf den Rückweg und reflektierte meine doch etwas leichtsinnige Aktion am Abend.

Allerdings begab sich gleich nach mir eine Familien-Wander-Gruppe mit sehr kleinen, plappernden Kindern auch auf den Waldweg zur Höhle, da war ich dann etwas beunruhigt, aber sie meinten, sie wären eine erfahrene Hikinggruppe. Froh war ich, als ich alle wieder auf dem festen Weg sah.

Auf dem Rückweg fand ich einige schöne Pilze, Edelreizker, viel größer als bei uns und völlig ohne Maden. Viele „Krause Glucken“ hab ich doch nicht mitgenommen, sie erschienen mir zu gelb und dafür kenne ich sie nicht gut genug.

Aber die Pilzmahlzeit hat mit Karotten-Süßkartoffel-Kürbisgemüse lecker geschmeckt. 

Sonntag, der 1. November und wieder strahlend blauer Himmel.

 

Den nutzte ich nochmal zum Wandern und nun fand ich auch den richtigen Anfahrtsweg zur Höhle „Korykia“.

Die „Straße“ war wieder eine einzige Zumutung, sagte mein WoMo vorwurfsvoll , seit drei Tagen habe ich nämlich einen Riß in der Frontscheibe und der sollte nicht weiter reissen, wenn`s geht.

Also an erstbester Stelle geparkt und losmarschiert, freundliche junge Leute meinten, es wären 4 km. Na, das kann ich ja laufen.

Anders als die meisten Griechen (heute ist Sonntag und Ausflugstag), die tuckern meist mit dem PkW die ausgewaschene dirt road nach oben.

Der Weg führte bergauf und ich hatte immer besser werdende Aussichten in`s unten liegende Hochtal und auf die gegenüberliegenden hohen Gipfel des Skigebietes, da wo ich vorgestern war.

Am Ende gab es einen winzigen „Parkplatz“, wäre unmöglich für WoMo`s zum Wenden, und ohne Seitenbegrenzung ging`s steil nach unten. 

Noch ein paar Stufen hinauf und ich stand vor dem Höhleneingang.

Wow, das war eindrucksvoll. Der Weg hat sich gelohnt!

Mit Lampe marschierte ich hinein, es ging in eine große Halle etwas hinab und dahinter war noch eine kleinere Halle. Alles natürlich nicht touristisch ausgebaut, beleuchtet oder vermarktet. Wunderschön. Hierher kamen heute auch eine griechische Wandergruppe und die „Autowanderer“.

 

So richtig Ruhe hatte ich also nicht für meine Brotzeitrast. Ich machte ich mich bald davon.

Sehr unterschiedliche Begegnungen gab es:

Beim Hinaufwandern hielt ein hinabhoppelnder weißer Lieferwagen an, der Fahrer wollte wissen, woher ich wäre. Er sprach dann deutsch, wäre in Benediktbeuern gewesen und seine Frau wäre aus Franken, ich solle sie doch unbedingt besuchen. Eine rote Taverne an der Straße mit Skiverleih würde seiner Tochter gehören. (Leider hab ich die Taverne dann nicht gefunden). Und wenn ein Grieche angesichts meiner Bergauf- Wanderung sagt: “ Die Bayern. Das gibt`s nicht.“, dann hat er wirklich mal länger in Bayern gelebt. Hab noch lange darüber gelacht.

 

Und die zweite im Abwärtswandern: drei Wanderer machten mich aufmerksam auf eine Schafherde am Hang, die Hütehunde könnten gefährlich sein. Ein älterer Wanderer zeigte mir sein 30 cm- Messer am Hosenbund für solche Gefahrenlagen. Ich hatte ja gescherzt, ob er seine Bergstöcke gegen die Hunde einsetzen wolle. Aber dann hielt er mir in perfekt genuscheltem Englisch einen langen Vortrag, wovon ich nichts wörtlich, aber wenigstens grob den Inhalt verstand: wie nett die Leute in Hamburg wären und wie hochnäsig er in London beim Kauf eines Ferrari bedient worden sei und dann doch den gewünschten Rabatt bekam......

Bei nächstbester Gelegenheit erhöhte ich mein Tempo und marschierte davon, froh, nicht mit solchen Leuten unterwegs zu sein.

 

Auf der Suche nach der besagten Taverne kehrte ich in einer ein, das war aber leider nicht die richtige.

Aber das Essen war gut, gegrillte Auberginen mit viel frischem Knoblauch, Spaghetti Napoli, Wasser und ein Viertel Rotwein.

Während des Essens konnte ich eine griechische Großfamilie bei Mahl beobachten, zwei Kellner waren unentwegt beschäftigt, Vorspeisen, Salate, Gemüse, immer wieder Patates ( Pommes), Teller mit Fleisch oder Fisch zu bringen. Es ging mit den Bestellungen munter durcheinander, alle langten zu allen Tellern, bzw. zwischen den beiden Tischen hin und her, spießten vor der Nase des Nachbarn nach den Köstlichkeiten in weiterer Entfernung, gaben leere oder halbvolle Teller zurück, verlangten die nächsten, zwischendurch Tsipouro, Wasser und Wein und schon kamen die süßen Nachspeisen. Wohin futtern die denn das alles? Und welch ein Durcheinander war das!

Aber alle sind gut gelaunt, reden durcheinander, manche springen auch mal raus an die Luft. Und sie fühlen sich sichtlich pudelwohl dabei. Ich allerdings auch beim Zuschauen!

 

Welch ein Unterschied zu unserem „gesitteten“ Essengehen in Deutschland. 


Montag, 02.11.2020

 

Heute ist Abreise vom Gebirge Parnassos, halb 10 bin ich startklar und bedanke mich bei der Kapelle für das wundervolle Zuhause auf Zeit.

Ich verfolge die Straße über`s Gebirge nach Norden, (sehr sauber ohne Müll), bald geht es in weiten Kehren in die Tiefebene, und die ringsum aufragenden wilden Berge gefallen mir unheimlich gut. Am Wegesrand gibt`s paarmal Anlaß für einen Stop: eine Kapelle mit blauem Dach, ein Brunnen zum Kanister füllen und ein kleiner Supermarkt kommt mir wie gerufen. Nun hab ich wieder Brot, Eier, Kekse und Gemüse.

Als ich Lamia, eine Großstadt, erreiche, stecke ich im Smog der Ebene, zum Glück gibt es Autobahn als Stadtumfahrung. Leere Baumwoll- und Gemüsefelder wechseln sich ab. Nördlich von Lamia führt die Fahrt auf der Autobahn über Karditsa nach Trikala, der Smognebel hält sich hartnäckig bei Windstille im breiten Tal.

Das letzte Stück Landstraße bis nach Kalampaka ist auch schnell bewältigt und dann wird der Blick schon magisch angezogen: direkt hinter der Stadt türmen sich monumentale Felswände. Die Stadt wirkt wie unten angeklebt.

Ich bin gleich am Ziel, eine rechts abbiegende Straße führt leicht bergauf, die Felswand zieht den Blick von der Straße weg, also Halten und Fotografieren.

Unglaublich.

Um halb 3 schwenke ich am Guesthouse Arsenis ein, hier kann man lt WoMo-Führer kostenlos - sogar mit Strom- stehen. Naja, ganz kostenlos war es nicht, die Saison ist schlecht gewesen für den Wirt, kaum Urlauber aus der EU, die sonst seine Einnahmen bilden. Und die Griechen hatten wegen der Corona-Einbußen wenig Geld. Erst recht schlecht für`s Geschäft seien die Asiaten, die Meteora besuchen, die essen nichts bei ihm, obwohl sie reich sind und trinken nicht mal Alkohol. Wie verwerflich!

 

So hat er mir 5 € für Strom, ein Abendessen für 12 €, 1/2 Liter Wein für 6 € verkauft, es kostete mehr als ich gewöhnt bin, aber er muß auch leben. Das unterstütze ich dann doch gerne.

Der Nachmittag war noch frisch, das Wetter schön und Bewegung tut mir gut: ich kann ja wieder mal eine Bergstraße wandern und vielleicht noch ein Kloster besichtigen.

 

Nach einer Stunde aufwärts hatte ich schon einen fantastischen Blick auf runde Felskuppen und Klostergebäude darauf. Nur das nachmittägliche Gegenlicht ist nicht gut für Fotos geeignet. Ich sporne mich an und erreiche pünktlich 16 Uhr den Eingang zum letzten Kloster. Nur, leider, heute am Montag ausgerechnet ist es geschlossen, sonst alle Tage geöffnet.

Na so was: nochmal den Plan studiert. Ooch, lesen müßte man können. Nicht heute geöffnet, sondern nur heute geschlossen!

Aber gut war`s, nun bin ich schon orientiert für die morgige Besichtigungstour.

Der frühere Rückweg hatte aber auch sein Gutes: ich bin noch im hellen Tageslicht bis nach unten zum Stellplatz gekommen. Eine große Ziegenherde war auch auf dem Heimweg.

 

 

Dienstag, 03.11.2020

 

Am Morgen fehlte die erhoffte Sonne, dichte hohe Bewölkung und paar Regentropfen kamen unten an.

Dabei soll die Morgensonne die beste sein, sagt der Reiseführer.

Hilft nix, nun ich fahre rauf bis zum Parkplatz des Klosters Agia Triada, die Heilige Dreifaltigkeit, an dem ich gestern schon vorbei spaziert bin.

Von der Straße muß man durch eine Schlucht nach unten, das Kloster liegt beeindruckend gegenüber auf einem Felssporn. Und wie komme ich da hinüber? Aber Moderne sei Dank, ein breiter gepflasterter Weg führt hinunter, über eine Brücke und dann im Inneren des Felsens bzw. der Kloster-Mauern geht es viele Treppenstufen nach oben.

Bauarbeiter waren mit Reparaturen beschäftigt, das Material wurde per Lastenseilbahn hinüber befördert. Vor Jahrhunderten mußten die Mönche das selber hochbuckeln.

3 € kostet der Eintritt in jedem Kloster, egal ob groß oder klein.

Das Agia Triada aus dem 15. Jh. ist kein großes Kloster, in der mit vielen Ikonen bemalten Kapelle darf man leider nicht fotografieren.

Mein nächstes Ziel bergauf war der Aussichtspunkt über dem Roussanou-Kloster (Russisches Kloster).

Was für ein Anblick, von einem Felsen aus lag ein phantastisches Panorama vor mir. Unter mir das kleine russische Kloster, gegenüberliegend auf den Felsen das Varlaam-Kloster und das Metamorfosis, das Große Kloster und zwischen den Felsen geht der Blick bis nach Kalampaka herunter und in`s Gebirge dahinter.

 

Hier in Meteora gab es einst viel mehr Klöster, über 20, jetzt sind nur noch 6 gut erhalten und zu besuchen. Die sind auch touristisch sehr gut erschlossen, eine gute Straße führt durch das Felsen-Gebiet, vom jeweiligen Parkplatz ist es jedoch immer ein Stück zu Fuß auf- oder abwärts zu steigen.

Also auf zum russischen Kloster, ein Nonnenkloster, wo ich mir am Eingang meinen langen Rock über die Hose ziehen mußte.

Ein toller Blick ringsum, ein schön angelegter Mini-Garten, viel Platz haben die Nonnen hier nicht. Auch hier ist die kleine Kapelle durchgehend mit Ikonen bemalt.

Zum nächsten und letzten für heute, dem Varlaam-Kloster bin ich auf der Straße hingelaufen. Das hat den Vorteil, daß ich alle paar Meter einen neuen Blick und ein neues Foto genießen kann.

Die Lichtverhältnisse waren heut bei bedecktem Himmel nicht optimal.

Im wunderschönen Varlaam-Kloster, gegründet im 14. Jh., habe ich mich am längsten aufgehalten. Drinnen herrscht Rock- und Maskenpflicht.

Es ist auch touristisch am besten hergerichtet, ein toller Innenhof, Blumen, ein Blick auf den Wohnbereich der Mönche, ein Saal, zwei Kapellen, die sehr aufwändig mit Ikonen bemalt waren, da gibt es kein Stück Wand ohne Bemalung. Ein riesiges Holzfass für 12 Tsd Liter ( Wein, sicher), steht noch zu bewundern.

 

Sogar eine sehr ordentliche Toilettenanlage gab es und im Untergeschoß ein Museum mit tollen Schätzen. Alte Ikonen auf Holz für “Unterwegs“, von Mönchen handgeschriebene dicke Bücher, die einen Einblick in die Jahrhunderte des Mönchslebens in Meteora geben, in Silber eingefaßte Gesangbücher, religiöse Gegenstände, auch Kleidung hochgestellter Geistlicher. 

Die Nacht verbringe ich am Aussichtsparkplatz vor dem Varlaam-Kloster, von den Felsen aus war noch ein stimmungsvoller roter Sonnenuntergangshimmel zu bewundern.

Nun hoffe ich, nicht von der Polizei verscheucht zu werden, dies soll hier wohl öfter passieren.

 

Meteora, die Landschaft der monumentalen Felsen und auf einigen davon die Klöster, fast im Himmel schwebend, das muß man auskosten, sich Zeit lassen, gucken und staunen.

Über die Natur und über die Kühnheit von Menschen, die sich bereits im 11. Jh mit den ersten Klosterbauten an die beschwerliche Arbeit gemacht hatten. Da gab es noch keine Straßen, keine Fußwege und Treppenstufen, keine Seilbahnen für Mönch und Material. Mit Strickleitern kletterten sie hinauf und beförderten Baumaterial mit Seilen und Winden hinauf.

Hier waren sie wirklich allein, einsam und ungestört. Fühlten sich ganz nah bei ihrem Gott.

Was hat sie getrieben, sich auf solch ein extrem hartes Leben einzulassen?

 

Mittwoch, 04.11.2020

Ich war schon früh wach und entdeckte wolkenlosen Himmel. Juchhu, heute klappt es mit der Morgensonne.

Noch bevor sie über die Berge kam, war ich auf Spaziergang unterwegs. Das hat sich gelohnt, die Sonne bestrahlte die Klöster in meinem Rund, so kam ich noch zu ein paar sehr stimmungsvollen Fotos des Varlaam- und des Metamorfosis-Klosters.

Das letzte, das Große Kloster hätte ich gerne noch besucht, aber auch heute ist da Ruhetag, Zeit für die Mönche.

 

Nach dem Frühstück nahm ich Abschied von Meteora, tief zufrieden über meine Erlebnisse.

 

Von Kalampaka ging meine Fahrt nach Osten, über Trikala nach Larissa, was ich zum Glück mit einem Stück Autobahn umfahren konnte. Wieder war die Ebene von Smog durchzogen. Aber kaum Verkehr auf der autobahnähnlich ausgebauten Straße.

Noch ein Stück weiter östlich, Nähe Larisa, habe ich mir aus dem WoMo - Führer eine Bergetappe herausgesucht. Strände habe ich dann später wieder mehr als genug. Hier lockte noch eine Wanderung auf einen Gipfel, Ossa heißt der.

Auf bestens gebauter breiter Straße ging es in`s Gebirge serpentinig hinein. Nur sonnig war`s leider nicht. Kaum Chance auf die erhoffte geniale Sicht bis zum Meer im Osten und zum Olymp im Norden.

Nach 20 km Bergstraße war ich auf ca. 1500 m Höhe am Parkplatz angekommen, der sieht gut aus für`s Übernachten. Das checke ich ja immer gleich als erstes ab. Frisch ist`s, kaum 13°C und der runde Gipfelbuckel nebelumwabert. Eine große Bergbaude, aber geschlossen.

Koordinaten: N 39°48`32.0`` O 22°41`10.7``

 

Jetzt bin ich hier, jetzt wird gewandert. An einem Brunnen vorbei- prima, Frischwasser ist auch gesichert- geht`s auf steinigem Pfad bergauf, gelb-rote Markierungen auf Steinen und Schneestangen geben Orientierung. Die ist auch nötig bei dem Nebelgewaber. Es wird windig und ungemütlich, Aussichten in die Umgebung sind selten, wenn der Nebel sich etwas lichtet.

Fünf junge Männer sind ebenfalls fast zeitgleich mit mir unterwegs, das ist ja nicht schlecht.

Kurz vor`m Gipfel wird es steil und dann bin ich oben, die tolle Aussicht muß ich mir vorstellen. Eine Glocke, die die Griechen fleißig bimmeln, markiert den höchsten Punkt und in einer kleinen nebligen Senke ist eine Herde Ziegen dicht zusammengedrängt. 1.978 m bin ich hoch, Andis Geburtsjahr steht auf einer Betonplatte. Fotos beweisen nur,  ich war irgendwo im Nebel, aber ich amüsiere mich über die Burschen, die ihre Kräfte bei Liegestützen einarmig beweisen.

Auf gehts zum Abstieg, hier ist keine gemütliche Gipfelrast möglich. Auch die steileren Stellen sind irgendwann geschafft und ich genieße am Nachmittag einen Cappuchino im WoMo.

Den Wunsch der Jungs, sie ins Dorf zu fahren, muß ich leider, leider ablehnen, ich bleibe hier. Die sind doch stark genug zum Hinunterlaufen.

Ab 18 Uhr ist es stockdunkel, ich koche derweil und heize es mir gemütlich ein.

Das war wieder ein schönes Erlebnis. 

Donnerstag, 05.11.2020

Bin früh wach und irgendwie sieht es milchig aus draußen.

Dichter Nebel ! Ach, du Heiliger.....ich bin auf 1.500 m Höhe , 7°, also kein Frost, wenigstens das ist beruhigend.

Koche mir einen Beruhigungskaffee und krabbele nochmal in`s Bett zurück.

Bis 10 Uhr wechselt es von hoffnungsvoll etwas klarer zu wieder dichter Suppe.

Wenigstens zum Wassertank-Auffüllen kann ich die Wartezeit noch nutzen.

Doch dann starte ich.

Mit max 30 km schleiche ich bergab, zum Glück hat die neue breite Straße frische gelbe Mittelstreifen, das ist trotz Nebel gut zu sehen. Paar Kühe starren mich verwundert aus dem Nebel heraus an. Ich starre angestrengt zurück.

Kleine Pause nach 12 km im Dorf Spilia, hier ist auch wieder Netz zum Telefonieren.

Die letzten 12 km bis in den Talort Sikourio sind auch bald Kurve um Kurve gekurbelt und nun habe ich den Nebel hinter mir gelassen. Aufatmen. Gut, daß ich mich wenigstens auf`s Auto verlassen kann.

 

Am Dorfrand pausiere ich und entdecke, daß mir ein Freund, den ich um Hilfe „gerufen“ hatte, den richtigen Tip gab. Mein Problem, daß ich meinen blog nicht mehr bearbeiten konnte, lag am neuen Browser. Mit Chrome war alles wie gewohnt und gleich ging ich begeistert an die Arbeit. Alle Tagebucheinträge und Fotos waren ja schon vorbereitet.

Nun ist mein Blog wieder aktuell, hurra! Juchhu!

Die letzten Tages-KM legte ich dann Richtung Osten zurück, am Meer an einer herrlichen Bucht 5 km südlich von Agiokambos rollte ich aus. Das Meer brandet, es sind 17°, bedeckter Himmel, da wird das Meer wärmer sein als die Luft. Das teste ich aber jetzt nicht.

 

Dimitri, der Besitzer der beach-bar räumt gerade alles auf und aus. Ab Samstag ist in ganz Griechenland wieder lockdown.

Ich bin erschrocken, erschlagen, enttäuscht. Wieder der gleiche Sch..... wie im Frühjahr, man muß eine SMS schreiben, wenn man das Haus verlassen will mit einem Code für den Grund: doctor =1, food shopping=2, banking=3, travel ( only important reasons)= 5, physical exercise=6

 

Das bedeutet ein vorzeitiges Ende dieser Reise und viel frustrierender, daß meine Schwester und Mann nicht kommen. In 4 Tagen wollten sie in Athen landen.

Ohne Worte.

 

                                  Aber vielleicht bleibe ich morgen noch hier und fahre erst am Samstag ab.

Freitag, 06.11.2020

 

Gestern gedacht, heute anders gemacht!

Nein, ich habe mich nicht entschieden, noch einen Tag an der wunderschönen Bucht zu verbringen.

Lockdown ! wurde mir von mehreren Seiten bestätigt und das ist kein LD light.

Nein, das ganze Land muß in Ruhe einkehren, auch wenn es in bestimmten Regionen gar keine Infektionen gibt. Und im Frühjahr sah das ja so aus, daß man sich mit dem WoMo nicht mal mehr irgendwohin bewegen durfte.

Deshalb - ich habe den Entschluß gefasst, doch am Freitag in einem Rutsch bis Methoni durchzufahren.

Eine Mammutaufgabe, 630 km, allein ohne Fahrerwechsel, zwar größtenteils auf Autobahnen, die sehr gut in Schuß sind, aber auch sehr unangenehm teuer für WoMo`s. Die anstrengendste Herausforderung wartete am Schluß. Im Dunkeln von Kalamata bis Pilos, eine Bergstrecke mit unzähligen Haarnadelkurven, deren Verlauf man nicht sehen konnte. Einmal landete ich fast am Felsen.

 

Adrenalin verhalf mir wieder, alles gut zu meistern. Dann klappt man aber fast zusammen, wenn das Ziel erreicht ist. Ein Abendessen mit Bekannten, die Taverne war am letzten geöffneten Abend gut besucht.

Ab jetzt gibt`s wieder nur take away. Na wenigstens das.

 

Am Samstag war herrliches Wetter und eine fast gespenstische Ruhe im Städtchen.

Eigentlich lockte es zum Schwimmen gehen, ich aber habe den ganzen Tag den Haushalt der Wohnung eingerichtet, Wäsche gewaschen und Taschen voll Utensilien vom WoMo nach oben geschleppt. Vom rollenden Haushalt in den festen Haushalt. Gut, daß ich den jetzt habe und mich heimisch fühlen kann.

 

Es wird wohl ein Einrichten wieder für länger sein und ich will mich ja wohlfühlen - so gut es geht.

 

Hier noch die letzten Fotos von der Bucht bei Agiokambos, die wundervoll für ein paar Tage geeignet wäre. ( In Griechenland gab es schon vor der Pandemie ein Bier namens Corona, was beim Camping natürlich im Eimer gekühlt werden muß).